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Empfängnisverhütung - VASEKTOMIE

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für den Mann

Die Vasektomie stellt heute die modernste und sicherste Methode zur Empfängnisverhütung für Paare mit abgeschlossenem Kinderwunsch dar. Sie bietet nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen die grösstmögliche Sicherheit vor ungewollter Schwangerschaft im Vergleich aller empfängnisverhütenden Massnahmen (höchster "Pearl Index").

In einem kleinen Eingriff, den ich ambulant in der Ordination durchführe, werden  beide Samenleiter durchtrennt. Die definitive Unfruchtbarkeit tritt nach ca. 3 Monaten auf, nachdem alte Samenzellendepots restlos aufgebraucht wurden. Zur Kontrolle des Operationserfolges muss vor dem ersten ungeschützten Geschlechtsverkehr eine Samenuntersuchung erfolgen (sogenanntes "Spermiogramm" etwa 12 Wochen nach dem Eingriff), in dem sich keine Samenzellen mehr in der Samenflüssigkeit finden dürfen (Azoospermie). In weiterer Folge wird ein Kontrollspermiogramm nach 6 Monaten empfohlen.

Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung sowie auf Wunsch in zusätzlicher Sedierung. Sie sollten sich einige Tage danach schonen.

In einem Vorgespräch bespreche ich nach telefonischer Terminvereinbarung gerne  die von mir angewandte Operationsmethode (schonende "no-scalpel-vasectomy" mit lediglich einer einzigen kleinen Eingangsstelle in der Mitte des Hodensackes), den zu erwartenden postoperativen Verlauf, Komplikationsmöglichkeiten und die Kosten für die Vasektomie mit Ihnen persönlich, einen Termin für den Eingriff kann ich grundsätzlich auch kurzfristig anbieten.

Die Vasektomie stellt eine Privatleistung dar, weder die gesetzliche noch private Krankenversicherungen leisten einen Zuschuss.

Vasektomie