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Prostata

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Prostata

Die Prostata (= Vorsteherdrüse) gehört zu den inneren männlichen Gechlechtsorganan. Sie liegt anatomisch anschliessend an die Harnblase im kleinen Becken des Mannes. Der erste Teil der Harnröhre zieht mitten durch die Prostata. Ein grosser Teil der Samenflüssigkeit wird von dieser Drüse gebildet, unter anderem auch ein Stoff, der zur Beweglichkeit der Samenzellen beträgt (Prostataspezifisches Antigen = PSA). Im jugendlichen Alter eher klein, neigt die Prostata während des Alterungsprozesses zum Wachstum (benigne Prostatahyperplasie). Abhängig ist die Prostata in ihrer Entwicklung vom männlichen Geschlechtshormon (Dihydrotestosteron).

Viele Männer leiden im Laufe ihres Lebens an Beschweren der Prostata.

Akute Entzündungen (Prostatitis) sind eher selten. Sie führen zu starken Beschwerden beim Urinieren, Fieber und manchmal auch Harnverhaltung. Chronische Prostataentzündungen werden häufig als Ursache für Schmerzen im Unterbauch/Dammbereich, Harndrangsymptome und ähnliches verantwortlich gemacht. Diese sogenannte chronische Prostatitis ist aber klinisch schwer nachweisbar und dürfte in vielen Fällen eher einem chronischen Beckenschmerzsyndrom entsprechen, dessen Ursache allerdings auch noch im Dunkeln liegt.

Die gutartige Vergrösserung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie) führt per se noch zu keinen Problemen. Bei Beengung der Harnröhre entsteht dann allerdings das benigne Prostatasyndrom (BPS). Symptome wie abgeschwächter Harnstrahl, Nachtröpfeln, häufiges nächtliches Wasserlassen oder häufiger Harndrang führen bei vielen Männern zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Prostatakrebs ist der häufigste Krebs des Mannes und fast täglich in den Medizin-Medien anzutreffen. Männer mit positiver Familienanamnese (Vater oder Bruder haben Prostatacarcinom) haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Die Krebsvorsorge sollte den Mann ab 40 Jahren jährlich zum Urologen führen, der einen rektalen Tastbefund und einen speziellen Laborwert (PSA) erheben wird. Diese Massnahmen dienen zur Früherkennung eines Prostatacarcinoms, da die Behandlungschancen dann am besten sind. Das bei Frauen stark ausgeprägte Bewusstsein für das Brustkrebsrisiko und die fast schon selbstversändliche Krebsvorsorge sind bei Männern leider immer noch nicht in gleichem Masse vorhanden. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen verursachen keine Schmerzen und sind die beste Möglichkeit für jeden Mann, dieser Erkrankung für sich persönlich den Schrecken zu nehmen.