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Hoden/Genitale

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Hoden/Genitale

Die äusseren männlichen Geschlechtsorgane umfassen neben dem Penis die paarig angelegten Hoden, die während der Embryonalentwicklung im Bauchraum angelegt werden und dann meist im 3. Trimenon der Schwangerschaft (6. - 9. Monat) in den Hodensack (Scrotum) wandern. Die Hoden haben zwei Hauptaufgaben. Erstens produzieren sie Spermien für die Fortpflanzung, und zweitens bilden sie in speziellen Zellen (sog. "Leydig"-Zellen) das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Die Nebenhoden liegen den Hoden kappenförmig auf und sind für die Reifung der Samenzellen zuständig.

Eine relativ häufige, aber im Grunde harmlose Erkrankung des Hodens ist der sogenannte Wasserbruch (Hydrocele). Dabei kommte es durch Flüssigkeitsansammlung zwischen zwei Hodenhüllen zur schmerzlosen Vergrösserung eines Hodens.

Ein einfacher operativer Eingriff kann hier rasch Abhilfe schaffen.

Krampfadern des Gefässgeflechts am Samenstrang (sog. Varicocele) treten im Jugendalter auf und werden mit Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Sie befinden sich aus anatomischen Gründen meist linksseitig und können auch zu Schmerzen und ästhetischer Beeinträchtigung führen. Auch die Varicocele kann operativ gut behandelt werden.

Entzündungen betreffen meist den Nebenhoden (Epididymitis), können aber in schweren Fällen auch auf den Hoden übergreifen (Epididymorchitis). Symptome sind Rötung, Schwellung und Schmerzen.

Hodentumore sind der "Krebs des jungen Mannes" mit einem Altersgipfel zwischen 30 und 35 Jahren. Meist fällt ein Tumor als schmerzlose Schwellung auf. Die Diagnose ist durch klinische Untersuchung und v.a. den Ultraschall des Hodens leicht zu stellen. Die Krankheit ist aufgrund der modernen Therapieverfahren heute praktisch immer heilbar, auch in fortgeschrittenen Stadien. Jede Veränderung/Auffälligkeit am Hoden sollte zur Früherkennung eines solchen Tumors einen sofortigen Besuch beim Urologen nach sich ziehen.

Erkrankungen des Penis umfassen verschiedene Hauterkrankungen sowie Entzündungen der Eichel (Balanitis) oder unangnehmen Pilzbefall. Weiters treten bei jungen Männern, sexuell aktiven Männern öfters auch Feigwarzen (sog. Condylome) auf. Häufig ist auch eine Vorhautverengung (Phimose), bei der die Vorhaut nicht oder nur mehr unvollständig hinter die Eichel zurückgezogen werden kann. Dies kann  durchaus auch im Erwachsenenalter auftreten kann und führt zu Schmerzen bei Erektion sowie hygienischen Problemen. Hier ist in der Regel die Beschneidung (Circumcision) die beste Therapie.