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Phimose

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für das Kind

Die  Vorhautverengung ist im Neugeborenenalter als normal anzusehen. Keinesfalls sollte die Vorhaut gewaltsaum zurückgezogen werden, da es dabei zu Einrissen kommen kann, die zu einer bleibenden Verengung führen können.

Ab dem Alter von etwa 3 Jahren sollte die Vorhaut ganz hinter die Eichel zurückgezogen werden können.

Ist dies nicht der Fall, ist eine Untersuchung erforderlich. Bei höhergradiger Verengung ist eine Beschneidung sinnvoll. Dem Kind erwachsen daraus keine Nachteile, ganz im Gegenteil ist z.B. die Entwicklung eines Peniscarcinoms bei Jungen, die vor der Pubertät beschnitten wurden, praktisch ausgeschlossen.

Auf Wunsch kann auch ein konservativer Therapieversuch mit einer cortisonhältigen Salbe versucht werden, die Erfolgsaussichten sind dabei allerdings gering.

Bei Verklebungen der Vorhaut mit der Eichel oder zu kurzem Bändchen können diese Probleme ebenfalls in einer Kurznarkose gelöst werden, ohne dass eine Beschneidung erfolgen muss.

Jedenfalls sollte die Therapie bis zum Pubertätseintritt abgeschlossen sein, um Schmerzen Erektion und psychische Probleme in dieser sensiblen Zeit zu vermeiden.