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Prostatakrebs

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für den Mann

Die bösartige Neubildung der Prostata ist der häufigste Krebs des Mannes. Obduktionsbefunde an 90jährigen zeigten in allen untersuchten Drüsen einen Prostatakrebs, woraus man folgern kann, dass jeder Mann an einem Prostatakrebs erkranken wird, wenn er nur alt genug wird. Die Erkrankung zeigt sehr unterschiedliche klinischeVerläufe. Sehr wichtig ist die Früherkennung, um eine gute Heilungschance (mittels Operation oder Bestrahlung) zu haben.

Der Prostatakrebs ist für die Betroffenen im Frühstadium symptomlos. Bei auffälligem Tastbefund oder erhöhtem PSA-Wert (Tumormarker, der aus dem Blut bestimmt wird) werden in der Regel Gewebeproben aus der Prostata entnommen, um eine bösartige Neubildung der Prostata nachzuweisen.

Die Wahrscheinlichkeit, an einem Prostatakrebs zu erkranken, steigt bei bereits bekannten Fällen in der engeren Familie (Vater oder Bruder). Grundsätzlich sind jährliche Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen ab 40 - 45 Jahren empfehlenswert, der erste PSA-Wert sollte laut neuesten Empfehlungen mit einem Alter von 40 Jahren bestimmt werden.

Sollte eine Erkrankung diagnostiziert werden, so stehen eine Reihe guter Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Wird die Erkrankung erst in einem späteren, möglicherweise generalisiertem Stadium entdeckt, sind diese Möglichkeiten und die individuelle Prognose des Patienten naturgemäss eingeschränkt. Deshalb kann man nur immer wieder auf die Wichtigkeit frühzeitiger und regelmässiger Vorsorgeuntersuchungen hinweisen, um dieser häufigsten Tumorerkrankung des Mannes einiges von ihrem Schrecken zu nehmen.

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IPSScore (Fragebogen)

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für den Mann

Formulareingaben überprüfen

I-PSS Internationaler Prostata-Symptom Score

/ nie >1 von 5 Fällen <1/2 d. Fälle ca 1/2 d. Fälle > 1/2 d. Fälle fast immer
Wie oft hatten Sie das Gefühl, dass ihre Blase nach dem Wasserlassen nicht ganz entleert war?
Wie oft mussten Sie innerhalb von 2 Stunden ein zweites Mal Wasser lassen?
Wie oft mussten Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und wieder neu beginnen(Harnstottern)?
Wie oft hatten Sie Schwierigkeiten, das Wasserlassen hinauszuzögern?
Wie oft lassen Sie einen schwachen Strahl beim Wasserlassen?
Wie oft mussten Sie pressen oder sich anstrengen um mit dem Wasserlassen zu beginnen?
Wie oft sind Sie im Durchschnitt nachts(vom Zubettgehen bis zum Aufstehen) aufgestanden, um Wasser zu lassen?

Lebensqualitätindex

Wie würden Sie sich fühlen, wenn sich Ihre jetzigen Symptome beim Wasserlassen künftig nicht mehr ändern würden? Ausgezeichnet Zufrieden Überwiegend zufrieden Gemischt teils zufrieden teils unzufrieden Überwiegen unzufrieden Unglücklich Sehr schlecht
Lebensqualitätsindex
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Prostatabeschwerden

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für den Mann

Durch Vergrösserung der Vorsteherdrüse (= Prostata), die mit zunehmenden Alter auftritt, können Probleme bei der Blasenentleerung entstehen, da die Harnröhre in ihrem ersten Teil durch die Prostata zieht und durch eine Vergrösserung beengt werden kann.

Die Symptome reichen von abgeschwächtem Harnstrahl, Nachtröpfeln, Startschwierigkeiten beim Urinieren bis hin zu häufigem Harndrang und häufigem nächtlichen Wasserlassen. Dieses Symptom wird in der Regel am unangenehmsten empfunden, da eine erholsame Nachtruhe oft nicht mehr möglich ist.

Im Extremfall tritt eine Harnverhaltung auf, die eine sofortige urologische Vorstellung erfordert.

Bei Fortschreiten der Erkrankung können Blasensteine, Harnwegsinfekte, Blutungen, Harnverlust und auch Harnstauungen an beiden Nieren auftreten.

Die Diagnostik umfasst neben der urologischen Basisuntersuchung (Harnanalyse, Tastbefund) eine Harnstrahlmessung und eine sonographische Restharnbestimmung.

Als Therapie stehen zunächst Medikamente zur Verfügung, bei unzureichender Wirkung ist allerdings eine zeitgerechte operative Sanierung mittels minimal invasiver Methoden nötig, um Spätschäden an der Blase zu vermeiden.

 

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Empfängnisverhütung - VASEKTOMIE

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für den Mann

Die Vasektomie stellt heute die modernste und sicherste Methode zur Empfängnisverhütung für Paare mit abgeschlossenem Kinderwunsch dar. Sie bietet nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen die grösstmögliche Sicherheit vor ungewollter Schwangerschaft im Vergleich aller empfängnisverhütenden Massnahmen (höchster "Pearl Index").

In einem kleinen Eingriff, den ich ambulant in der Ordination durchführe, werden  beide Samenleiter durchtrennt. Die definitive Unfruchtbarkeit tritt nach ca. 3 Monaten auf, nachdem alte Samenzellendepots restlos aufgebraucht wurden. Zur Kontrolle des Operationserfolges muss vor dem ersten ungeschützten Geschlechtsverkehr eine Samenuntersuchung erfolgen (sogenanntes "Spermiogramm" etwa 12 Wochen nach dem Eingriff), in dem sich keine Samenzellen mehr in der Samenflüssigkeit finden dürfen (Azoospermie). In weiterer Folge wird ein Kontrollspermiogramm nach 6 Monaten empfohlen.

Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung sowie auf Wunsch in zusätzlicher Sedierung. Sie sollten sich einige Tage danach schonen.

In einem Vorgespräch bespreche ich nach telefonischer Terminvereinbarung gerne  die von mir angewandte Operationsmethode (schonende "no-scalpel-vasectomy" mit lediglich einer einzigen kleinen Eingangsstelle in der Mitte des Hodensackes), den zu erwartenden postoperativen Verlauf, Komplikationsmöglichkeiten und die Kosten für die Vasektomie mit Ihnen persönlich, einen Termin für den Eingriff kann ich grundsätzlich auch kurzfristig anbieten.

Die Vasektomie stellt eine Privatleistung dar, weder die gesetzliche noch private Krankenversicherungen leisten einen Zuschuss.

Vasektomie

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Testosteronmangel

Geschrieben von Martin Haydter. Veröffentlicht in Urologie für den Mann

Ein Mangel an männlichem Geschlechtshormon (Testosteron) kann zu vielfältigen Symptomen führen, z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskelschwäche, Antriebslosigkeit. Aber auch sexuelle Funktionsstörungen wie Verlust des sexuellen Begehrens (Libidoverlust) oder der Penissteife (erektile Dysfuntkion) können hier ihre Ursache haben.

Dieser Hormonmangel tritt bevorzugt bei älteren Männern ab 50 auf, kommt aber auch im jüngeren Alter vor. Eine Basisdiagnostik mit Hormonstatus und Ultraschalluntersuchung der Hoden bringt bereits erste Aufschlüsse, gegebenfalls müssen vor einer Therapie weitere diagnostische Massnahmen eingeleitet werden.

Die Therapie kann heute mit modernen Testtosteronersatzpräparaten (Gel, intramuskuläre Spritze) individuell angepasst erfolgen.

Regelmässige Kontrollen insbesondere auch der Prostata (PSA-Wert) sind bei Patienten mit Hormonersatztherapie unbedingt erforderlich.